Zwölf berückende Buchumschläge

Vom Brexit hört man derzeit wenig,

doch was man sieht, stimmt melancholisch:

1

 

So geht man denn zur Apotheke,

auf dass man sich schön lyrisch stärke:

VI

 

Dort, feuilletonverdorben, liest wer

das Mozart-Buch von Hildesheimer:

2

 

Wenn einer der Musik die Stirn böte,

dann könnte das noch immer Goethe:

5

 

„Amerika, du hast es besser“,

trotz vieler wahnhafter Obsesser:

7

 

„Ach“, ruft man aus,

„Bach soll ins Haus!“ -:

4

 

Das Bücherregal biegt sich tiefer,

wenn ich den dicken „Wagner“ liefer:

VII

 

Solch Roman vrai kommt nicht allein,

ganz primig zwiefach muss es sein:

III

 

Die Günderrode und Heinrich von Kleist

Ringen que(e)r tödlich um den großen Geist:

IV

 

Dann treten Gauß und Humboldt auf,

vermessen unabhängig aller Welten Lauf:

3

 

Beschäftigen wir uns mit Robert Gernhardt,

so merken wir, dass er uns richtig gern hat:

V

 

Grundiert ist viel davon in Sang und Klang durch Ohren,

die einer spitzte, kunstgesinnt erkoren:

II

 

Was sollen wir nun hierzu sagen?

Es gibt vielleicht was gegen unsre Plagen!

Indes, man müsste das, was hülfe zu genesen,

auch wieder einmal tief und gründlich lesen!

2 Gedanken zu “Zwölf berückende Buchumschläge

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