War’s das?

Wir Deutschen haben eine Verteidigungsministerin, der alles Militärische erklärtermaßen fremd ist. Aber den Coronakrisenstab im Kanzleramt führt ein General an. Finde den Fehler.

Widersprüche, wohin der mündige Bürger auch blickt. Alarmsirenen funktionieren schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Die Überflutung des Ahrtals im Juli vergangenen Jahres mit vielen Todesopfern mitten im ach so sicheren Deutschland hat bisher keinen erkennbaren Ruck erzeugt. Dieser Missstand ist weder umgehend geschweige denn republikweit abgestellt worden.

Aber wehe, man vergisst, die Mundnasenbedeckung aufzusetzen, diverse Impfbescheinigungen mit sich zu führen oder gar ein „negatives“ Seuchentestergebnis in zwingender Verbindung mit der Vorlage des Personalausweises beizubringen. Dann kommt man noch nicht einmal in ein Pflegeheim, um nächste Angehörige zu besuchen.

Dass neuerdings in Supermärkten keine Masken mehr getragen werden müssen, wird von zwei Dritteln der Bevölkerung mitnichten als Befreiung empfunden. Da mag die Inflation auch bei den Discountern nun noch so heftig zuschlagen – diese Tatsache ist indes bisher kein großer Aufreger!

Die ältere Generation erinnert sich an durchlittene Aufenthalte in Luftschutzbunkern und Hauskellern, jede Nacht. Heutzutage gibt es gar keine Orte, wo man sich bergen könnte, wenn der Krieg in der Ukraine sich ausdehnen sollte auf andere Regionen in unserem gemeinsamen Haus Europa. Jenes Mantra, mit dem das westliche Nachkriegsdeutschland beschallt wurde: wir müssten aus der Geschichte lernen – man bedachte es, pädagogisch wertvoll, nie in dieser Hinsicht …

Gern hingegen wird Wert auf korrektes Gendern gelegt. Einer vormaligen Landesministerin, die verantwortlich zeichnete für entsprechende Entscheidungen während besagter Flut und nun auf Bundesebene für Familienpolitik zuständig ist, lässt man dafür lieber über hundert ertrunkene Kinder, Frauen und Männer durchgehen.

Während chinesische Politiker nichts dabei finden, mal eben ganze Millionenstädte mit international bedeutsamen Häfen im Namen der irren Zero-Covid-Ideologie unter Quarantäne zu stellen, blockieren in deutschen Metropolen jugendliche Wirrköpfe die sowieso schon weniger gewordenen intakten Lieferketten, indem sie sich auf Autobahnabfahrten festkleben. Natürlich für den Klimaschutz. Egal, ob Ware im LKW verdirbt oder der Krankenwagen nicht rechtzeitig zur Notfallstelle durchkommt. Solchen Straftaten durch eine Weltuntergangssekte begegnet die Bundesumweltministerin gar mit Respekt – wohingegen jegliche religiöse Formel bei der eigenen Vereidigung sorgsam vermieden wurde.

Der Bundeskanzler beordert seine Außenministerin von Beratungen der NATO in Brüssel vorzeitig zurück nach Berlin, um die Abstimmung im Bundestag zur Impfpflicht gegen Corona vielleicht doch noch in seinem Sinne zu drehen. Die Aussichtslosigkeit dieses Unterfangens wäre aber abzusehen gewesen: So bleibt der Eindruck, eine seit „Omikron“ auf das Niveau einer weithin herkömmlichen Erkältung abgesunkene Epidemie sei ungleich wichtiger als die Frage nach Krieg und Frieden.

War’s das? War is – DAS ist die Realität. Ja, liebes infantil gewordene Deutschland, so sieht’s aus!

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